Heldenhaft eigen

Im ersten Workshop des Projektes Heldenhaft Eigen. Digital biographische Erzählspuren über das Selbst-Sein beschäftigten sich 12 Grundschülerinnen und Grundschüler mit der medialen Transformation vom Buch zum Foto mittels Fragen rund um das Thema Heldinnen und Helden. Ausgangspunkt und eine erste Annährung an das Thema erfolgte über das Sammeln von Figuren, die den Kindern durch Medien bekannt sind. Danach haben sich die Kinder gegenseitig mit Farbstiften gezeichnet. Die fertigen Porträts wurden mit einer Digitalkamera abfotografiert. Anschließend zeichneten die Teilnehmenden die Superheldeneigenschaft in das Porträt ein. So wurden die Kinder selbst zur Superheldin/zum Superhelden.

Nun konnte der zweite Schwerpunkt rund um das Phänom Alltagsheldinnen und Alltagshelden starten. Hierfür sammelten die Kinder zunächst die aus ihrer Sicht heldenhaftesten Berufe und begaben sich auf Recherchereise durch das Jugendzentrum. Dort sollten sie sich mit den Funktionen und der Handhabung von Digitalkameras vertraut machen, um dann selbst Heldinnen und Helden im Jugendzentrum zu fotografieren. Die entstandenen Fotos wurden daraufhin am Computer bearbeitet.

Am nächsten Tag folgten Exkursionen zu den am Vortag genannten Berufen. So wurden Ausflüge u.a. zum Kindergarten und der örtlichen Polizeistation durchgeführt. Alle konnten auf der eigenen Kamera wichtiges festhalten und Fragen stellen, die im Laufe des Projektes aufkamen. Aus der digitalen Bildersammlung wurden 12 Motive ausgewählt, digital bearbeitet und später ausgedruckt. Es entstanden 12 unikale Heldensammlungen. Selbstverständlich durften die Teilnehmenden ihre Fotoalben als Erinnerung behalten. Neben diesem individuellen Ergebnis bereiteten die Kinder eine PowerPoint-Show für die öffentliche Endpräsentation vor.

Abgerundet wurde die Projektwoche durch Besuche in der örtlichen Bücherei. Die ehrenamtlich arbeitenden Bibliothekarinnen lasen den Kindern täglich eine Heldengeschichte vor. Die Spannweite reichte hierbei von Pippi Langstrumpf, über Herr Blume ist glücklich, bis zu Prinzessin Popelkopf.

Autor: Karu-Levin Grunwald-Delitz, Geschäftsführer Kulturkreis Gronau e.V.

Initiierende Institution:KulturKreis Gronau e.V. in Kooperation mit: Jugendbegegnungsstätte Gronau (Leine), Leinebücherei Gronau e.V. und Kunstschule Hildesheim e.V.