Weg zur Förderung

Hier finden Sie Informationen zu Fördermöglichkeiten und dem Projektablauf
von "Total Digital!".

  • Die ersten Schritte

    Wie kann eine Beteiligung vorbereitet werden?

    Kommen Sie mit potenziellen Bündnispartner*innen und Ehrenamtlichen ins Gespräch. Bereiten Sie eine Kooperation vor.
    Entscheiden Sie sich für eine Altersgruppe, mit der Sie arbeiten möchten. Überlegen Sie, wie Sie diese für eine Teilnahme gewinnen können.
    Gewinnen Sie Ehrenamtliche zur Unterstützung und definieren Sie deren Aufgaben.
    Definieren Sie gemeinsam mit Ihren Bündnispartner*innen eine geeignete Zielgruppe mit besonderem Förderbedarf.

    Ein Bündnis bilden

    Die Zusammensetzung der drei Bündnispartner wird nach folgendem Muster empfohlen:

    • ein*e Träger*in der kulturellen Bildung (z.B. Bibliotheken)
    • ein formaler Bildungsort (z.B. Kindertagestätten, Schulen)
    • eine sozialräumliche Einrichtung oder ein sozialräumlicher Verein (z.B. Einrichtungen der Jugend- und Sozialarbeit, der Wohlfahrtspflege, Migrant*innenselbstorganisationen, Freizeiteinrichtungen o.a.)

    Die Partner*innen teilen die jeweiligen Aufgaben innerhalb des Projektes untereinander auf, ausgerichtet an Ihren Kompetenzen. Festgehalten wird dies in einer Kooperationsvereinbarung. Die Bibliothek kann als federführende Antragsteller*in auftreten, muss es aber nicht. Jede*r Bündnispartner*in muss auf lokaler Ebene verankert sein. Einzelpersonen können nicht den Status eine*r offiziellen Bündnispartner*in haben, der*die Bündnispartner*in muss eine juristische Person sein.
    Prüfen Sie anhand unserer Projektinformationen oder in einem persönlichen Gespräch mit uns, ob Ihr "Bündnis für Bildung" die wesentlichen Kriterien erfüllt.

  • Die Antragstellung

    Antragstellung leicht gemacht

    Eine*r der Bündnispartner*innen übernimmt federführend die fristgerechte Antragstellung und ist der*die zentrale Ansprechpartner*in.

    Beachten Sie vor der Antragstellung die Informationen des dbv auf der Förderdatenbank.

    Die Aktionen

    Die Aktionen können inhaltlich passend zu der jeweiligen Alterszielgruppe frei gestaltet werden.
    Dabei können die Kinder und Jugendlichen beispielsweise Videos, Filme, Hörspiele und andere Medienformate verbinden und so die Vielfalt des Internets und Social Webs nutzen, um eigene Geschichten zu erarbeiten, zu teilen und zu verbreiten.

    Eine andere Möglichkeit ist es, auf Basis einer gelesenen Geschichte die eigene Lebenswelt zu erkunden. Anwendungen wie z.B. Geo-/Edu-Caching, Gaming oder Social Media verbinden dabei kreativ den virtuellen mit dem realen Sozialraum.

    Die Antragstellung erfolgt über die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

    Bitte beachten Sie die dort unter dem Reiter „Dokumente zum Konzept“ aufgeführten Anlagen. Die ausgefüllten Anlagen sowie der Antrag selbst müssen in der Datenbank eingereicht und postalisch an den dbv gesendet werden.

    Formate

    Als Orientierungshilfe für die Planung und Durchführung von Aktionen dienen drei Projektformate. Es ist möglich, diese zu kombinieren und zu variieren.

    • Format 1: eine 3-Termine-Veranstaltungsreihe
    • Format 2: eine Projektwoche
    • Format 3: ein Kurs über 3 Monate

    Für jedes Format kann eine Auftakt- und eine Abschlussveranstaltung durchgeführt werden.

    Eine Auftaktveranstaltung ist eine gute Gelegenheit, das Projekt vorzustellen und Teilnehmende zu gewinnen. Eltern und Familien können über Leseförderung und die Nutzung digitaler Medien informiert werden.

    Die Abschlussveranstaltung kann dazu genutzt werden, das Projekt in der Gruppe abzuschließen oder es den Familien, den beteiligten Bündnispartner*innen, Multiplikator*innen und weiteren Kindern und Jugendlichen zu präsentieren.

    Format 1: 3-Termine-Veranstaltungsreihe (13h insgesamt)

    Der zeitliche Rahmen von Format 1 kann beispielsweise wie folgt genutzt werden:
    1 Durchführung/ Projekt= 3 Termine à 3h, zzgl. 2 Termine je 2h für Informations- und Abschlussveranstaltung
    Das Format mit drei Terminen ist geeignet für Bündnisse, die ein niedrigschwelliges Schnupperangebot der digitalen Leseförderung für Kinder und Jugendliche schaffen wollen. Dieses Format bietet sich insbesondere für die Zielgruppe Kinder unter sechs Jahren und die Zusammenarbeit mit Kitas an, kann aber auch für Kurzworkshops mit älteren Kindern genutzt werden.
    Mögliche Aktionen:

    • Einführungsveranstaltung, um die Bibliothek als Begegnungs- und Bildungsort kennenzulernen
    • Bilderbuchkino schauen
    • Bücher mit Ting- oder Tiptoi-Stiften und Bilderbuch-Apps entdecken
    • eine kleinere, kreative Aktion umsetzen

    Format 2: Projektwoche (34h insgesamt)

    Der zeitliche Rahmen von Format 2 kann beispielsweise wie folgt genutzt werden:
    1 Durchführung/ Projekt = 1 Projektwoche à 5 Tage à 6h, zzgl. 2 Termine je 2h für Informations- und Abschlussveranstaltung

    Die Projektwoche eignet sich als Ferienangebot für Kinder und Jugendliche über sechs Jahre.

    Mögliche Aktionen:

    • Fotostories
    • Buchtrailer
    • (Trick-)Filme
    • E-Books
    • Podcasts
    • Blogs

    Format 3: Kurs über 3 Monate, regelmäßige Treffen (46h insgesamt)

    Der zeitliche Rahmen von Format 3 kann beispielsweise wie folgt genutzt werden:
    1 Durchführung/ Projekt = 12 wöchentliche Treffen jeweils à 2h, zzgl. 3 Blocktermine à 6h, zzgl. 2 Termine je 2h für Informations- und Abschlussveranstaltung

    Ein dreimonatiges Kursformat eignet sich für alle Projekte, die über einen längeren Laufzeitraum mit Kindern und Jugendlichen arbeiten wollen. Neben den wöchentlichen Treffen gibt es auch die Möglichkeit, bis zu zwei Intensivtage einzuplanen, die beispielsweise als Kick-Off-Treffen für den Kurs genutzt werden oder für die kreative Umsetzung der erarbeiteten Inhalte (Filmdreh, Schreibwerkstatt etc.).

    Die Förderung

    Das Projekt wird vollfinanziert, die Einwerbung zusätzlicher Drittmittel ist nicht erforderlich und auch nicht erlaubt. Sachkosten, Aufwandsentschädigungen und Reisekosten für die Ehrenamtlichen sowie Honorare werden nach Richtlinien vergütet.

    Die Bündnisse bringen Eigenleistungen in das Projekt ein (beispielsweise Veranstaltungsorganisation und -ort) und erhalten eine Verwaltungspauschale von 5 Prozent auf die Fördermittel nach Ende der Förderung.

    Nicht gefördert werden können:

    • bereits bestehende Projekte
    • Aktionen, für die bereits anderweitig öffentliche Fördermittel zur Verfügung stehen
    • Personalkosten oder Infrastrukturkosten der durchführenden Organisationen

    Die Jury

    Der dbv prüft die fristgerecht eingegangenen Anträge auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Anschließend erfolgt eine inhaltliche Bewertung durch eine Jury.

    Die Jury setzt sich aus Fachleuten innerhalb des Verbandes und aus externen Experten zusammen.

    1. Petra Büning, Mitglied im Bundesvorstand des dbv; Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 48 Öffentliche Bibliotheken
    2. Ronald Gohr, im Auftrag der dbv-Kommission Kinder- und Jugendbibliotheken; Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
    3. Gudrun Marci-Boehncke, TU Dortmund, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für deutsche Sprache und Literatur, Professorin für Neuere Deutsche Literatur/ Elementare Vermittlungs- und Aneignungsprozesse
    4. Andrea Rauch, RAA Potsdam, Demokratie und Integration Brandenburg e.V., Schulberaterin und Lehrerin
    5. Kathrin Reckling-Freitag, Diplom-Bibliothekarin, Kultur- und Bildungsmanagerin; tätig an der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, Arbeitsstelle Bibliothek und Schule; Mitglieder der dbv-Kommission Bibliothek und Schule; Lehrbeauftragte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)
    6. Gerhard Seiler, fjs e.V. (Förderverein für Jugend und Sozialarbeit) in Berlin, 21st Century Competence Center, zuständig dort für Strategie und Innovation; Medienpädagoge

    Die Bewilligung

    Nach positiver Bewertung durch die Jury schließt der dbv einen Zuwendungsvertrag mit dem*der koordinierenden Bündnispartner*in ab.

    Mit der Durchführung des Projektes darf nicht vor der formalen Bewilligung des Antrags durch den dbv begonnen werden. Ausgaben, die vor der Bewilligung entstehen, sind nicht zuwendungsfähig.

  • Die Durchführung

    Bewilligung erhalten: Das sind die nächsten Schritte.

    Nachdem Sie die schriftliche Bewilligung von Fördermitteln durch den dbv erhalten haben, können Sie offiziell starten.

    Ab Inkrafttreten Ihres Zuwendungsvertrages (siehe letzter Paragraph Zuwendungsvertrag/ schriftlicher Bewilligungsbescheid), können Sie mit dem Erwerb der förderfähigen und bewilligten Positionen Technik beginnen.

    Mit Erhalt des Zuwendungsbescheids können Sie mit der Produktion von Informationsmaterialien beginnen. Die Auflage muss in Relation zur geplanten Aktion und im nachvollziehbaren Verhältnis zu den zu erreichenden Personen stehen. Die dabei obligatorischen Logos und Designvorschriften erhalten Sie vorab in digitaler Form zeitgleich mit dem Zuwendungsbescheid.

    Durchführung der Aktionen

    Holen Sie sich vor der ersten Durchführung die Einverständniserklärung der Eltern zur Teilnahme der Kinder an der Aktion, sollte dies nicht bereits durch eine*n Bündnispartner*in geschehen sein.

    Sie planen die Veranstaltung fotografisch zu begleiten? Dann holen Sie sich vorher die Einverständniserklärung zur Veröffentlichung der Bilder.

    Sie möchten die Eltern für das Projekt begeistern? Dann nutzen Sie das Muster für den Elternbrief und laden Sie zu einem Informationsabend oder gleich zur Teilnahme am Projekt ein.

    Bitte füllen Sie zu jedem Veranstaltungstermin eine Teilnehmer*innenliste aus. Führen Sie die anwesenden Betreuenden, Ehrenamtlichen und gegebenenfalls die (medien )pädagogischen Fachkräfte und Autor*innen auf. Bitte achten Sie darauf, dass diese Liste von der Projektleitung unterschrieben wird.

    Sollten Sie im Rahmen Ihrer Aktion mit (Medien-)Pädagog*innen, Honorarkräften und Autor*innen zusammenarbeiten, stehen Ihnen dafür Musterverträge sowie Stundenzettel zur Verfügung.